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Ausstellungen
Der Verein „Matopos“ e.V. führte Ausstellungen durch,
um einem breiten Publikum Steinskulpturen aus Simbabwe vorzustellen.
Zimbabwe (Dzimba Dzemabwe) bedeutet: Haus aus Stein. Eng sind die
Steine mit den Glaubensvorstellungen und dem Leben der Bevölkerung
in dem Land im südlichen Afrika verbunden. Die heiligen Stätten aus
Stein sprechen zu denen, die zu hören vermögen, sagen die
Einheimischen.
Zwischen Tradition und Moderne eingebettet, bietet die Bearbeitung
der Steine den Bildhauern in Simbabwe die Möglichkeit zu freier
künstlerischer Entfaltung. Dabei ist es faszinierend, daß sie sich
trotzdem ihrer alten Kultur noch nahe fühlen. Es entsteht eine Kunst
zwischen ganz privatem Ausdruck, traditioneller Mythologie und der
universellen Sprache menschlicher Gefühle.
Der Serpentin-Stein, mit dem die Bildhauer in Simbabwe überwiegend
arbeiten, ist von einzigartiger Schönheit. Dieses harte vulkanische
Gestein, vor etwa 2,6 Milliarden Jahren entstanden, repräsentiert
Dauerhaftigkeit und Unsterblichkeit. Der Serpentin strahlt Harmonie
aus. Die Bildhauer sprechen häufig von ihrem Wunsch, allgemein
menschliche Themen wie Liebe, Geborgenheit, Kommunikation,
Zufriedenheit und Harmonie in ihren Werken zum Ausdruck zu bingen.
Die moderne simbabwische Bildhauerei hat längst weltweit Einzug in
die Museen gehalten. Ihre ersten Anfänge liegen in den fünfziger
Jahren. Maßgeblich gefördert wurde sie durch den in Mexiko geborenen
Frank McEwen, der lange Zeit in London und Paris lebte, wo er ein
Studium der Kunstgeschichte absolvierte. Sein Freundeskreis bestand
aus bedeutenden Künstlern wie Picasso, Brancusi, Braque und Matisse.
Mitte der fünfziger Jahre verließ der Kunstwissenschaftler und
-historiker Europa, um sich einer neuen kulturellen Umgebung in
Simbabwe zu stellen.
1957 entstand in der ehemaligen Hauptstadt Salisbury die Rhodes
National Gallery, zu deren ersten Direktor Frank
Mc Ewen ernannt wurde. Einige Jahre später kam er auf die Idee, im
Rahmen eines Workshops Steine und Werkzeuge für bildhauerische
Experimente anzubieten. So vergrößerte sich bis Ende der sechziger
Jahre die Zahl der im ehemaligen Rhodesien künstlerisch Tätigen von
fünf auf hundert. In den Bürgerkriegswirren vor der Selbständigkeit
des heutigen Staates Simbabwe lagen diese Aktivitäten brach. Nach
der Unabhängigkeit im Jahre 1980 verlief die Entwicklung der
Bildhauerei sehr positiv. Allerdings hat sich die ökonomische
Situation der Bildhauer seit dem Jahr 2000 wieder enorm
verschlechtert, da viele potentielle Käufer aus dem Ausland aufgrund
der augenblicklichen instabilen wirtschaftlichen und politisch
bedenklichen Situation dem Land fernbleiben.
Der Verein „Matopos“ e.V. verfügte über Skulpturen von 20
verschiedenen Bildhauern, deren Exponate in wechselnden und in drei
ständigen Ausstellungen gezeigt wurden.
Nachdem die beiden Skulpturengärten auf dem
landwirtschaftlichen Hof Floer in Borghorst-Ostendorf und auf dem
privaten Anwesen Wilmer in Tecklenburg im Oktober 2011 und Mai 2011
geschlossen worden sind, werden nur noch Skulpturen im Kurpark der
Fachklinik Bad Bentheim ausgestellt.
Der
Verein, der sich für die Förderung dieser Kunst einsetzt, freut sich
auf jeden kunstinteressierten Besucher.
Der "Skulpturen-Weg" mit 50 Exponaten besteht seit dem
9. Mai 2004 im Kurpark der Fachklinik. Interessenten
können dort die Skulpturen aus
Serpentin, Springstone und Opalen bewundern. Hier sind
auch Meisterwerke
von Fanizani Akuda und Edward Chiwawa zu sehen.
Wegbeschreibung:
Die Kurklinik liegt an der B 403 zwischen Bad Bentheim und
der Autobahnabfahrt Bad Bentheim. Unter dem Ruf 02574/8202
kann auch eine Führung organisiert werden.
Ansprechparter ist Manfred
Vallbracht, Südbrede 17 A, 49369 Saerbeck, Tel. 02574-8202 e-post
info@matopos-art.de
oder Maria Gunia, 2.
Vorsitzende, Tel. 05454/7168, eMail: mariagunia@osnanet.de
Spenden- und Vereinskonto:
Sparkasse Ibbenbüren Kto. Nr. 75009043 BLZ 40351060
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