Künstler Denny Kanyemba - Steinskulpturen aus Simbabwe

 

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Matopos e.V.
Steine aus Simbabwe

 

Denny Kanyemba


wurde als erster Künstler von Manfred Vallbracht, dem Initiator des Vereins „Matopos“ e.V., nach Deutschland eingeladen und im Oktober, November und Dezember 2001 von seinem Gastgeber kostenlos beherbergt. In diesem Zeitraum fanden zwei Ausstellungen und drei Bildhauer-Workshops statt, die dem Gast aus Simbabwe mehrere Tausend Euro Gewinn erbrachten.


Am 15. September 2008 wurde die Skulptur „Flying Angel“ von Denny Kanyemba beim Abbau durch zwei Gemeindebedienstete des Bauhofes in der Bachaue in Saerbeck so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr repariert werden konnte. Bis November 2009 bemühten sich vergeblich vier Vereinsmitglieder intensiv darum, für den Künstler eine Entschädigung für das zerbrochene Kunstwerk zu erhalten.

Im November 2009 informierte in Simbabwe der 1. Vorsitzende von Matopos e.V. den Geschädigten eingehend über alle Bemühungen, durch Gespräche und Verhandlungen mit dem Bürgermeister der Gemeinde, Wilfried Roos, zu erreichen, dass entweder deren Versicherung oder die Gemeinde selbst eine Entschädigung zahlen.

 

Im Dezember wurde Manfred Vallbracht von der Polizeidienststelle Hillside in Bulawayo belehrt, dass Denny Kanyemba gegen ihn eine Anzeige wegen Betruges erstattet habe, eine Suche per Interpol eingeleitet worden sei, er am nächsten Tag, einem Freitag, von zwei Kriminalbeamten mit einem Auto abgeholt und zur Polizeidienststelle Chitungwiza (rd. 450 Kilometer entfernt) gebracht werde, um ihn dort über das Wochenende in einer Zelle einzusperren, um ihn am Montagmorgen zu den Beschuldigungen anzuhören. Mit Hilfe eines Rechtsanwaltes wurde der Beschuldigte davon verschont, der sich am Montag mit seinem Rechtsbeistand bei der Polizei in Chitungwiza meldete und dort aussagte. Andere von Matopos geförderte Künstler sagten als Zeugen für den Beschuldigten aus, so dass der Künstler noch am selbem Tag seine auf unwahre Behauptungen begründete Anzeige vor einem Staatsanwalt des Gerichtes in Chitungwiza zurückzog.


Auch eine weitere Anzeige von Denny Kanyemba gegen den Vorsitzenden von Matopos wegen angeblicher Urkundenfälschung im März 2010 war laut Aussage des Polizeichefs von Chitungwiza unhaltbar.


Noch im selben Jahr ist dem Künstler eine Entschädigung seiner beschädigten Skulptur zugekommen.


Über diese Vorkommnisse erklärten zwei Mitglieder des Vereinsvorstands ihren Rücktritt und kündigten ihre Mitgliedschaft.

 

Am Dienstag, dem 29. Juni 2010, fand in der Gaststätte Dahm´s Hoff in Saerbeck eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, in der über alle Vorkommnisse eingehend informiert wurde. Nach intensiver Diskussion beschlossen über 90 Prozent der Mitglieder bei nur einer Gegenstimme die Auflösung des Vereins bis spätestens zum 1. Oktober 2012.


Der neugewählte Vorstand beschloss ergänzend dazu am 26. Juli 2010, künftige Erlöse der verkauften Skulpturen des Künstlers D. K. dafür zu verwenden, seine restlichen unverkauften Objekte nach Simbabwe zurückzusenden. Falls der Künstler nicht damit einverstanden sei, müsse er alle seine Skulpturen bis spätestens 1. Januar 2011 abholen.
Diesen Termin hat Denny Kanyemba verstreichen lassen, so dass er nach simbabwischen Recht keine Verfügungsgewalt mehr über seine Skulpturen hat.
 

 
 

 

 

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