Künstler Letwin Mugavazi - Steinskulpturen aus Simbabwe

 

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Steine aus Simbabwe

 

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Letwin Mugavazi

geb. am 16. Oktober 1972, entstammt einer berühmten Künstler-Familie. Sie ist eine der wenigen simbabwischen Bildhauerinnen, die im mittleren Alter sind und sich in der von Männern dominierten Steinbildhauer-Welt in Simbabwe nicht nur durchsetzen, sondern auch einen internationalen Namen erarbeiten konnten. Ihre künstlerische Karriere begann durch ihre Tätigkeit als Verwalterin der Familien-Galerie Mugavazi in Guruve. Dort kam sie tagtäglich mit den Steinen, den Künstlern und den fertigen Skulpturen in Berührung. So blieb es nicht aus, dass sie eines Tages selbst Hammer und Meißel in die Hände nahm und ihre ersten Versuche startete.


Als sie ihr kreatives Talent entdeckte, begann sie mit der Bildhauerei. Ihre Lehrer waren Obert Nyamupapira, den sie später heiratete, und Francis Mugavazi, der viele Künstler in Guruve die Bildhauerei lehrte, darunter auch den verstorbenen großartigen Brighton Sango. Sie lehrten sie die Grundtechniken und halfen ihr, ihren ganz persönlichen Stil herauszubilden.


Die Mugavazi-Familie besitzt mehrere Steinbrüche bei Guruve und Mvurwi. Insbesondere ist unter den Bildhauern in Simbabwe die Qualität des Springstone aus ihren Steinbrüchen bekannt. Ein Stein, der sehr hart und schwierig in der Bearbeitung ist und mit dem die Künstlerin die Grundtechniken für die Bildhauerei erlernte.
Der gewohnte Umgang mit diesem Stein spiegelt sich auch in ihren Skulpturen wider. Mit geschulten Augen und einem untrügerischen Gefühl wählt sie persönlich jeden einzelnen Rohstein für ihre Arbeit aus. Sie läßt sich bei der Umsetzung ihrer Ideen von der vorgegebenen Struktur und Größes eines Steins leiten. Die meisten ihrer Arbeiten sind mehr gegenständlich und befassen sich mit dem Status und der gesellschaftlichen Rolle der Frauen in Simbabwe. Afrikanische Traditionen und Mythen bezieht sie mit ein.


Letwin Mugavazi hat in den letzten zehn Jahren an zahlreichen Workshops und Ausstellungen mit Richard Mteki und Paul Gwichiri teilgenommen. Arbeiten von ihr sind auch im Chapungu Sculpture Garden in Harare zu sehen. Im Ausland sind Skulpturen in Deutschland, in den Niederlanden und in den USA ausgestellt. In den Jahren 2003 und 2004 hatte die Künstlerin je vier Einzelausstellungen in Norddeutschland, in NRW und Niedersachsen. Außerdem erhielt sie je einen Preis in der Ausstellung "Women´s Exhibition“ der African Millennium Foundation im Januar 2004 in Harare und in der Ausstellung „Exhibition of Artist“ der AGIO in Juni 2004.

 

 
 

 

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