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Matopos
- Steine
Das Material, das die meisten Bildhauer in Simbabwe für ihre
Arbeiten nutzen, ist der Serpentin. Es gibt diesen Stein in den
unterschiedlichsten Farbnuancen, von schwarz über braun bis zu grau
und grün. Besonders der schwarze Serpentin ist hart. Eine Unterart,
der noch härtere „Springstone“, wird vor allem von erfahrenen
Künstlern verarbeitet. Sie lieben diesen Stein zum einen, weil er
ihren Werken Dauer verleiht, zum anderen weil sie sich dadurch von
den Souvenir-Produzenten absetzen können, die lieber mit weicheren
Steinen arbeiten.
Auf die Auswahl ihrer Steine legen die Bildhauer größten Wert. Viele
bevorzugen ganz bestimmte Steinbrüche und verbringen etliche Stunden
vor Ort bei der Vorauswahl geeigneter Felsblöcke. Bei aller
Unterschiedlichkeit der Künstler und der Verschiedenheit ihrer Stile
und Anschauungen, eines ist ihnen gemeinsam: der geradezu
ehrfürchtige Respekt vor dem noch unbehauenen Stein. Keiner der
renommierten Künstler sieht in einem Felsblock lediglich das
Material, durch das er seine eigenen Ideen verwirklicht. Und keiner
geht mit einem vorgefertigten Plan ans Werk, den es dann nur noch
technisch umzusetzen gilt.
Die Arbeit mit dem Stein ist vielmehr ein permanenter Dialog. Es ist
der Stein, der als erster zu dem Bildhauer „sprechen“ muß. Die
Vorstellung, daß die Skulptur bereits in dem unbehauenen Block
angelegt ist und es die Aufgabe des Künstlers ist, diese Skulptur zu
erspüren und dann mit seinen Mitteln aus dem Stein zu befreien,
diese Vorstellung ist fast allen simbabwischen Künstlern von Rang
gemein.
Viele Künstler fühlen sich nur dann beruhigt, wenn sie viele Steine
ansammeln. Monate und sogar Jahre können vergehen, bevor ein
besonderer Stein gebraucht wird, denn er muss zuerst in der Intuition
des Künstlers verarbeitet werden. Erst wenn ein Dialog zwischen
Stein und Künstler besteht, wird der Stein behauen.
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Serpentin
Man findet ihn häufig in Simbabwe. Viele Künstler haben eine
Vorliebe für den harten, schweren Serpentin, der aus dem Norden
Simbabwes stammt. Dieser Stein ist eingehüllt in die äußere „Decke“
aus rötlich-braun oxidiertem Gestein. Andere grüne, rote, violette,
orange, braune und graue Serpentin-Arten werden ebenfalls in
Simbabwe gefunden, besonders im Osten des Landes.In
der Mohs-Skala (1-10) liegt der Stein zwischen 1.2 und
6.54. |
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Fruit-Serpentine
Der Frucht-Serpentin ist gewöhnlich ein sehr farbstarker
Stein mit tiefen Adern, den man nur in Kwekwe
südwestlich von Harare in und an einem Fluß gewinnt.
Der
Stein ist unter den Serpentinen sehr hart und rangiert
in der Mohs-Skala zwischen 4.0 und 5.0. |
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Springstone
Den härtesten, rein schwarzen Serpentin, der fast immer als
Zweitfarbe Braun aufweist
und einen hohen
Eisenanteil hat, nennt man Springstone.
Seine Oberfläche ist oft oxidiert und
rostfarben. Dieser Stein wird in Tengenenge und anderen Orten
entlang der „Großen Randschwelle“ gefunden und ist bei den meisten
arrivierten Künstlern sehr beliebt. Man sagt, daß John Takawira dem
Stein diesen Namen gegeben hat, weil er so hart ist, daß der Meißel
bei jedem Hammerschlag zurückspringt.
In
der Mohs-Skala rangiert der Springstone etwa zwischen 6
und aufwärts. |
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Opalit
Ein schöner leuchtend hell- bis mittelgrüner Serpentin, der erst vor
wenigen Jahren erstmals bei Chiweshe gefunden wurde. Dieser Stein
ist fein strukturiert mit fast durchscheinender Oberfläche, manchmal
mit roten, orangen und blauen Punkten oder Flecken, daher sein Name.
Wegen seiner Festigkeit und Färbung ist er sehr beliebt. Der „Chiweshe
Stone“ ist eine dunkelgrüne Variante.
Der Opalit rangiert in der
Mohs-Skala zwischen 5.0 bis 5.5. |
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Lepidolith
Der Lepidolith (sein Name bedeutet Schuppenstein) ist ein relativ
weiches Mineral (Härte 2,5 bis 3) von violetter, hellroter, grauer,
grünlicher, gelber oder weißer Farbe. Der Lithionglimmer ist von
durchscheinender bis durchsichtiger Transparenz und wird in Namibia
und Simbabwe abgebaut. |
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Verdit
Ein seltener Halbedelstein von außerordentlicher Schönheit, der nur
an zwei Fundorten in der ganzen Welt vorhanden ist. Der grünlich
schimmernde Verdit in Simbabwe ist wegen seiner Härte (Härtegrad bis
9) und der schönen Farbvarianten von besonders hoher Qualität.
Dieser Stein kommt auch als Rubinverdit vor, der wegen seines
Anteils an Korund rötliche Farbschattierungen zeigt. |
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Kobalt-Stein
Der purpurne (lila) Stein weist auch braun/orange
Markierungen auf, bricht schnell und ist deshalb schwer
zu bearbeiten. Er sieht fast wie Metall aus. Sein
Härtegrad ist auf der Mohs-Skala mit 5 bis 6 angegeben. |
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Domboshava Opal Stone
Es handelt sich um einen Serpentin, der nur in der
Domboshava-Region nördlich von der Haupstadt Harare in
Simbabwe gefunden wird. Als Grundfarbe weist der Stein,
der auch Domboshava-Rock genannt wird, nicht ein Grün,
sondern eher ein helles Beige auf. Die Zweitfarbe ist
meistens braun. Der Opal-Stein ist relativ weich. |
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Goldener
Verdit
Eine Variante des Verdits, dem der Chrom-Anteil fehlt. Das Ergebnis
ist ein tief goldbrauner Stein, meistens weicher als der grüne oder
der Rubin-Verdit und sehr selten zu finden. |
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Leopard Rock
Seinen Namen hat er von seinem gelblich-schwarz gepunkteten Muster.
Dieser Stein kommt bei Nyanga in den Bergen im Osten des Landes vor. |
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Farnstein
Ein helloranger Serpentin mit klaren Abdrücken von
versteinertem Farn. Dieser Stein ist sehr selten. |
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